TSV Reichertshofen - FC Geisenfeld

TSV-Reichertshofen

2:2

FC Geisenfeld

Spielbericht

FCG dankt Tegernbach und ist Meister

Beim FC Geisenfeld war Ali Erbas wieder mit dabei, der in seinem letzten Spiel unbedingt auflaufen wollte, obwohl er nach seinem Autounfall noch nicht voll fit war. Die Gäste begannen wie die Feuerwehr und kurz nach Anpfiff traf Erbas ins Tor, doch Schiedsrichter Poppe entschied auf Abseits. Es war eine Fehlentscheidung, für den starken Unparteiischen aber nicht zu sehen. Nach einer weiteren Chance durch Eyup Aslan (8.) kam die kalte Dusche. Nach einem Angriff der Gastgeber über links wurde Torwart Benny Feil vom eigenen Mann behindert und Florian Rath traf im Nachsetzen zum 1:0. Nun wurde die Elf von Frank Falkenburger nervös und stellte das Fußballspiel komplett ein, jeder wollte nur noch mit dem Kopf durch die Wand. In der Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit hielt der Coach seinem Team diesbezüglich eine ordentliche Standpauke, die erst mal wirkte und wieder einmal war es Julian Haller, der den Ausgleich einleitete. Er setzte an der linken Eckfahne seinen Gegenspieler unter Druck, eroberte den Ball, blieb trotz Strauchler in Ballbesitz und seinen Pass nach innen schob Harun Caglar zum 1:1 ins Tor (30.). Viel Sicherheit brachte das jedoch nicht, im Gegenteil: Kurz vor der Pause profitierte der stark aufspielende Toorialay Ali Zada, mit dem Geisenfelds Abwehr große Probleme hatte, von zu zögerlicher Zweikampfführung und schob den Ball zur erneuten Reichertshofener Führung ins kurze Eck.

In seiner letzten Halbzeitpause beim FCG sah das Duo Falkenburger/Rihani nur hängende Köpfe und baute das Team noch einmal auf. Danach entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, aber zunächst spielte Geisenfeld viel zu viele weite Bälle, die die physich sehr starken Gäste kaum vor Probleme stellten. Dennoch gab es zwei gefährliche Szenen über die Außen, wo dann in der Mitte der Ball um einen Schritt verpasst wurde. In der 60. Minute ließ sich der bereits verwarnte Aslan zu einem Kommentar Richtung Schiedsrichter hinreissen und musste mit gelb-rot vom Platz. Das war der Weckruf für seine Teamkollegen, die nun endlich begannen, den Ball laufen zu lassen. Quasi in der nächsten Offensivaktion forderte - natürlich - Michael Neumair lautstark den Ball und jagte ihn aus 16 Metern zum umjubelten 2:2 ins Tor, dem starken Torwart Hauschild war dabei die Sicht verdeckt. Nun begann das Nervenspiel. Weniger auf dem Platz, wo beide Teams müde wurden und Geisenfeld das Geschehen im Griff hatte, erst recht, als auch Reichertshofens Julian Engelhard auch mit gelb-rot vom Platz ging. Nein, die Nerven lagen draußen blank, denn Wolnzach lag in Tegernbach 1:2 in Rückstand. Mit diesem Ergebnis wäre der FCG Meister, würde Wolnzach aber noch den Ausgleich schießen, wäre man nur Zweiter. Was also tun, Ergebnis halten oder auf den Siegtreffer gehen? Durch einige Unterbrechungen gab es acht Minuten Nachspielzeit und Schreiberling Matthias Gabler am Liveticker wurde nun belagert und hatte mehr Stress als die Spieler auf dem Feld ;-). Als nach 5 Minuten davon das 3:1 für Tegernbach die Runde machte, begannen die ersten Freundentänze und nach dem Schlusspfiff brach der Jubel los: Der FC Geisenfeld spielt nach einer unglaublichen Aufholjagt in der Rückrunde in der Saison 2019/2020 wieder in der Kreisliga!

Wir hätten es gerne aus eigener Kraft geschafft, aber heute spielten die Nerven nicht mit. Unser Dank geht an den FC Tegernbach, der gegen den Konkurrenten TSV Wolnzach gewann, obwohl es für ihn um nichts mehr ging! Dem SV Karlshuld wünschen wir viel Glück in der Relegation.  

Matthias Gabler
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