SV Zuchering - FC Geisenfeld

SV-Zuchering

3:1

FC Geisenfeld

Spielbericht

Gut gespielt, naiv verhalten - FCG mit nächster Nullrunde

Beim FC Geisenfeld kehrten Oliver Ploch, Peter Neumayr und Oguzhan Gürpinar in den Kader zurück, Souleymane Konate (2. Mannschaft), Michael Neumair (Urlaub) und Bahattin Köksal (krank) fehlten. Geisenfeld war von Beginn an die aktivere Mannschaft, obwohl auf dem schlechten Zucheringer Geläuf ein Kombinationsspiel nur schwer möglich war. Wohl ein Grund, warum die Gastgeber fast ausschließlich "lang und weit" spielten. Nach 9 Minuten führte die erste Chance zum ersten Tor: Harun Caglar brachte eine Ecke vors Tor, wo sich Bilal Rihani hochschraubte und zum 0:1 einköpfte.Doch wie so oft, die Führung brachte keine Sicherheit, eher Nervosität, und so kombinierte sich Zuchering erstmals in den Strafraum, der Abschluss hatte aber dann zu wenig Druck und war sichere Beute von Benni Feil im Tor. In der 12. Minute hatte Zuchering Einwurf von links, Rinor Zariqi verlängerte den Ball ungewollt in die Mitte und Patrick Mack traf aus der Drehung aus Nahdistanz zum 1:1. Geisenfeld erholte sich ziemlich schnell von dem Rückstand, hatte einige Standards und zwei Schusschancen durch Markus Seeber und Caglar. In der 25. Minute scheiterte erneut Caglar an Torwart Weber und Ali Erbas stand einen Schritt zu weit vorne und kam so nicht mehr zum Nachschuss. Eine Minute später dann ein Knackpunkt der Partie. Zucherings Günther grätschte Rihani von hinten, ohne Chance auf den Ball rüde um. "Das war eine klare rote Karte, was mir nachher sogar die Gastgeber bestätigt haben," so FCG-Vorstand Matthias Gabler. "Der Schiedsrichter sagte aber, er habe die Szene nicht gesehen und hat nur gelb gegeben. Das ist jetzt das zweite mal in drei Wochen, dass ein Gegner eine fällige rote Karte in der ersten Halbzeit nicht bekommen hat. Es hilft auch wenig, dass Markus Seeber in der 40. Minute für ein rotwürdiges Foul mit Hinweis auf diese Szene auch nur gelb bekommen hat, denn gibt es in der 26. Minute den Platzverweis läuft die ganze Partie anders. Außerdem hat uns diese Szene wieder mal einen Knacks gegeben, wir hadern und lamentieren dann zu viel und auf dem Feld fehlen die paar Prozent." ärgerte sich Gabler. Rihani konnte nach längerer Behandlung zum Glück weiter machen. Bis zur Pause ging es hin und her. Benni Feil hielt einen Freistoß von Weinrich klasse, auf der Gegenseite wurde ein guter Abschluss von Erbas mit dem Kopf vor der Linie geblockt und kurz darauf zielte der Sturmführer der Gäste vorbei.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war eigentlich das 1:2 fällig, aber Josef Amort kam aus Kurzdistanz nur noch mit der Fußspitze an eine Hereingabe von Caglar. Kurz darauf zielte Caglar knapp drüber, er hatte gesehen, dass Torwart Weber weit vor der Linie stand. Geisenfeld hatte das Spiel nun gut im Griff, ZUchering stand teilweise mit 9 Mann hinten drin und so fehlte es am letzten Pass oder einfach einem beherzten Abschluss. Das ging so bis zur 69. Minute, als Zuchering fast aus heiterem Himmel per Elfmeter in Führung ging. "Er rennt über den halben Platz, will von Anfang an nur den Elfmeter und bekommt ihn", ärgerte sich Matthias Gabler. "Die Entscheidung war laut den Spielern 50/50, ich habe es nicht gut gesehen, aber viel entscheidender ist, dass wir vorher wie schon in der Vorwoche das einfache, taktische Foul nicht machen. Wir verteidigen einfach viel zu naiv." In den letzten 20 Minuten warfen die Gäste alles nach vorne, doch trotz manchmal tumultartiger Szenen im Strafraum der Zucheringer gelang kein Treffer mehr, trotz Chancen durch Haller, Amort und Gürpinar. Im Gegenteil, per Kopf traf Akcakaya noch zum 3:1. Zwar aus sehr abseitsverdächtiger Position, doch das passte irgendwie zum Spiel und ist für die Schiedsrichter in diesen Klassen einfach sehr schwer zu beurteilen.

Schiedsrichter hin, kampfstarke Zucheringer her, dieses Spiel hätte der FC Geisenfeld nie verlieren dürfen.  Über weite Strecken war es sogar die beste Saisonleistung. Das hilft jedoch wenig, wenn man durch die immer gleichen Fehler, die weder mit Training, noch mit Einstellung, noch mit grundsätzlicher Qualität erklärbar sind, alles zunichte macht.

Matthias Gabler
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