SV Karlshuld - FC Geisenfeld

SV Karlshuld

1:0

FC Geisenfeld

Spielbericht

FCG steht sich selber im Weg - 0:1 im Spitzenspiel

Das Spitzenspiel begann mit einer Schweigeminute für Geisenfelds langjährigen Torwart und Jugendtrainer Fred Feistenberger, der vergangenen Mittwoch nach langer Krankheit verstorben ist. Nach Anpfiff übernahmen die Gäste, die auf Peter Neumayer verzichten mussten, aber auf Jan Horowski und Rinor Zariqi wieder zurückgreifen konnten, gleich die Initiative. Die Elf von Frank Falkenburger wirkte präsenter, hatte mehr Zug zum Tor und erarbeitete sich eine ganze Reihe hochkarätiger Torchancen. Die größte davon gleich in der 7. Minute: Harun Caglar setzte sich in der Mitte durch, scheiterte aber im 1 gegen 1 an Karlshulds starkem Torwart Heindl und Oliver Ploch setzte den Abpraller über das leere Tor. Weiter ging es hauptsächlich in eine Richtung, aber noch zweimal Ploch und zweimal Ali Erbas brachten den Ball nicht an Heindl vorbei und bei drei weiteren Chancen kam der letzte Pass nicht, oder Karlshuld konnte im letzten Moment blocken. Auf der Gegenseite war gegen eine starke Geisenfelder Abwehr kaum ein Durchkommen und die einzige Großchance, einen Kopfball aus kurzer Distanz nach einem Freistoß, hielt FCG-Keeper Benni Feil sicher. Zur Pause stand es 0:0, ein 3:1 oder 4:1 der Gäste hätte den Chancen entsprochen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich recht wenig, auch wenn es der Gastgeber jetzt besser schaffte, Geisenfeld vom eigenen Tor weg zu halten. Trotzdem hatten Markus Renoth und Eyup Aslan noch gute Torchancen. In der 64. Minute kam dann Karlshulds Maritato 30 Meter vor dem Tor an den Ball zog ab und der Schuss senkte sich über den überraschten, zu weit vorne stehenden Feil zum 1:0 ins Tor. Bitter für den Torwart, der zuletzt immer einer der besten Geisenfelder war, zumal es das einzige Tor des Spiels bleiben sollte. In der restlichen Spielzeit berannnte Geisenfeld das Tor, die Dominanz und die Struktur der ersten 60 Minuten waren aber dahin und so kam es nicht mehr zu klaren Torszenen. Karlshuld hingegen nutzte seine wenigen Konterchancen nicht, scheiterte zweimal an Feil und erzielte ein Tor aus Abseitsposition, konnte aber am Ende über den Dreier jubeln.

Geisenfeld spielte eine Stunde lang sehr stark und verlor unter dem Strich durch einen Torwartfehler. Es wäre aber zu einfach, alle Schuld bei einem der besten Torhüter der Liga zu suchen, denn wer beim Tabellenführer aus 5, 6 hochkarätigen Chancen kein Tor macht, muss sich nicht wundern, mit null Punkten heim zu fahren. 

Matthias Gabler
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