FC Geisenfeld - FC Fatih Spor Ingolstadt

FC Geisenfeld

3:3

FC-Fatih-Ingolstadt

Spielbericht

3:3 in emotionalem Auftakt 2019

Der FC Geisenfeld musste zum Auftakt in die Restrunde auf die verletzten Werther, Ploch, Neumayr und Zariqi, sowie auf den urlaubenden Kellermann und ab der Halbzeit auch auf den verhinderten Sturmführer Ali Erbas verzichten. Die Gastgeber begannen verhalten und kontentrierten sich darauf, die brandgefährliche Offensive der Gäste, die in der Vorbereitung alles kurz und klein geschossen hatte, zu neutralisieren. Das gelang auch gut, denn bis auf einen Torschuss in der 6. Minute war Fatih trotz optischer Überlegenheit nicht wirklich gefährlich. Nach 15 Minuten nutzen sie jedoch einen geschenkten Elfmeter durch Saridis zum 0:1, Torwart Benni Feil hatte zuvor klar den Ball gespielt. In der 24. Minute stand erneut Feil im Mittelpunkt. Zunächst klärte er mit einem super Reflex im 1 gegen 1 zur Ecke, nach der er aber dann nicht an den Ball kam, und den Gästen das vermeintliche 0:2 ermöglichte, doch der Schiedsrichter entschied auf Foulspiel. Auch dies war eine Fehlentscheidung. Nach diesen beiden Situationen war der Spielfluss komplett dahin und die Reklamationen häuften sich. Vor allem die Gäste schimpften nun nach fast jeder Aktion auf dem Spielfeld und von draußen auf den Schiedsrichter ein. Die Gastgeber nutzten dies und fanden besser in die Partie. In der 35. Minute brachte Eyup Aslan einen Freistoß aus dem Halbfeld hoch in den Strafraum und Chris Feil köpfte aus 10 Metern zum 1:1 ins lange Eck ein. Auch danach blieb das Spiel sehr hektisch mit vielen gelben Karten. in der 44. Minute schlenzte Gholami den Ball aus 16 Metern knapp am langen Eck vorbei und sorgte so für eines der wenigen Highlights vor der Pause, im Gegenzug zielte Harun Caglar aus 12 Metern über den Kasten.

Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gemüter zunächst etwas beruhigt und Torwart Feil bewahrte seine Farben nach einem Querschläger im Strafraum mit einer Glanzparade vor einem erneuten Rückstand. In der 56. Minute leistete sich der bereits früh gelb verwarnte und danach noch öfter auffällig gewordene Saridis ein hartes Foul durfte aber weiterspielen. Dies tat er allerdings nur zwei Minuten, dann geriet er mit Aslan aneinander und musste mit gelb-rot vom Platz, wobei die Karte hier für das Vergehen an sich sehr hart schien. Die Überzahl brachte jedoch keine Ruhe ins Geisenfelder Spiel, man operierte fast nur mit hohen Bällen und traute sich gegen die fußballerisch überlegenen Gäste zu wenig zu. In der 62. Minute gab es erneut Elfmeter für Fatih Ingolstadt, diesmal berechtigt, den El-Mahmod in zwei Versuchen, beim ersten wurde der Strafstoß wiederholt, verwandelte. Anders als in der Hinrunde brach Geisenfeld danach aber nicht ein, sondern hielt dagegen, auch wenn weiterhin fußballerisch wenig lief. In der 77. Minute zischte ein Freistoß von Bilal Rihani denkbar knapp am Winkel vorbei. In der 84. Minute setzte sich Josef Amort robust - man könnte auch sagen, mit klarem Foul - am rechten Flügel durch, den Abpraller nach der folgenden Flanke brachte Bahattin Köksal nochmal vor das Tor und Eyup Aslan schob das Leder über die Linie. Die Gäste steigerten sich danach in die Proteste gegen das Tor hinein, Geisenfeld spielte vom Anstoß schnell nach vorne und Amort konnte nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Bilal Rihani übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 3:2 (85.). Doch auch das war noch nicht der Schlusspunkt der turbulenten Partie. In der 92. Minute gab es noch einmal einen Freistoß für die Gäste von der rechten Seite auf höhe des Strafraumecks. Nico Weber lief an und zirkelte den Ball unhaltbar für Feil, der sogar noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam, in den langen Torwinkel - ein Tor des Monats.Nach weiteren sieben Minuten Nachspielzeit und einer gelb-roten Karte gegen Bahattin Köksal, die für die Aktion an sich überzogen, für die Anzahl der Fouls aber vertretbar war, endete eine turbulente Partie leistungsgerecht unentschieden. Zum Glück blieb es nach der Partie friedlich, die erhitzten Gemüter auf und neben dem Feld hatten schlimmes vermuten lassen.

Matthias Gabler
Weitere Informationen