TSV Reichertshofen - FC Geisenfeld

TSV-Reichertshofen

0:0

FC Geisenfeld

Spielbericht

Geisenfeld kommt in Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus

Bei Geisenfeld ging personell das "einer raus, einer rein" Spiel weiter, diesmal fehlte Eyup Aslan, Rinor Zariqi stand wieder im Kader. Bereits in der 1. Minute hatte Reichertshofen die größte Chance des Spiels, als ein Heber über Torwart Adamiok an die unterkante der Latte prallte und ins Feld zurück sprang. "Ich würde nicht drauf wetten, dass der Ball nicht drin war" kommentierte FCG-Coach Franky Falkenburger die Szene. Geisenfeld fand nur schwer in die Partie und schien das zweite Spiel binnen 48 Stunden nicht so leicht abschütteln zu können, zumal der Gegner einen Tag mehr Pause hatte. Nach etwa 20 Minuten waren die Gäste aber besser im Spiel und übernahmen die Kontrolle. Was aber auf beiden Seiten fehlte, waren klare Torchancen. Es gab einige Standards, auch durchaus gute Spielzüge, aber im letzten Drittel neutralisierten sich die Teams. Zumindest bis zur 33. Minute. Da nutzte Josef Amort seine Schnelligkeit, wäre in der Mitte durch gewesen und wurde kurz vor dem Strafraum von Brehm umgesenst. Eigentlich die Verhinderung einer klaren Torchance und somit rot, Schiedsrichter Reil beließ es aber bei gelb, weil noch Mitspieler auf gleicher Höhe waren. Sechs Minuten später folgte aber der nächste Antritt von Amort, diesmal über rechts, die nächste Grätsche kurz vor der Strafraumlinie und die unstrittige gelb-rote Karte für den bereits verwarnten Demir. 

Der FC Geisenfeld bestritt somit die gesamte zweite Hälfte in Überzahl, doch wie so oft in diesen Klassen war das kein Vorteil. Die Falkenburger-Elf spielte zu hektisch, zu unpräzise und mit zu wenig Übersicht, um die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Allerdings muss man dem TSV Reichertshofen auch ein ganz dickes Kompliment machen, das Team verdiente sich den Punkt durch seine Abwehrleistung redlich und vermutlich hätten nicht viele Teams an diesem Nachmittag gegen dieses Bollwerk ein Tor gemacht. Auch der FCG schaffte es nicht, kam lange Zeit nicht einmal zu Torchancen. Erst in der Endphase hatten Kirmaier, Rihani und Köksal per Kopf Chancen, verfehlten aber alle den Kasten.

Natürlich überwiegt der Frust, wenn man nach 50 Minuten in Überzahl nur einen Punkt ergattert. Andererseits sagt eine alte Weisheit, macht man vorne kein Tor, muss zumindest hinten die Null stehen und das schaffte man. Einen Punktgewinn bei starken Reichertshofenern hätte ich vor der Partie unterschrieben. Das letzte Wort hat somit Trainer Franky Falkenburger: "Wer weiß, für was dieser Dreckspunkt am Ende noch gut ist?"

Matthias Gabler
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