TSV Kösching - FC Geisenfeld

TSV-Kösching

0:1

FC Geisenfeld

Spielbericht

Sieg im hitzigen Kellerduell - Geisenfeld holt in Kösching den ersten Dreier

FCG-Coach Franky Falkenburger musste gegenüber der Vorwoche auf Dennis Maier verzichten, für ihn rückte Bilal Rihani in den Sturm. Kapitän Simon Kirmaier wurde eine Position zurück in die Innenverteidigung beordert, was sich wie die Rückkehr von Lukas Kellermann positiv auf die defensive Stabilität auswirkte. Die Gäste standen etwas tiefer als sonst und ließen den Gastgeber kommen, der seinerseits zunächst nicht wirklich ins Spiel fand. So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Julian Haller den ersten Torschuss abgab. In der 22. Minute gab es 20 Meter vor dem Tor Freistoß für Geisenfeld. Eyup Aslan drehte den Ball über die Mauer, aber Torwart Mayer fischte ihn aus dem Eck. Eine Minute später wurde Bilal Rihani im Strafraum zu Fall gebracht, scheiterte aber mit dem folgenden Strafstoß, der wuchtig, aber nicht sonderlich platziert geschossen war, an Mayer. In der 27. Minute hatte Köschings Tebbe nach einem Stellungsfehler freie Bahn, machte aber einen Schritt zu viel und scheiterte an Torwart Alex Fink, der den Winkel gut verkürzte. Erneut Tebbe (29.) und Grosz (31.) hatten weitere Chancen für die Gastgeber. In der 32. Minute erwischte dann Köschings Hofweber Geisenfelds Josef Amort im Mittelfeld so heftig, dass dessen Schienbeinschoner brach, er eine Wunde am Schienbein davon trug und zur Untersuchung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus kam. Doch nicht nur für den gerade erst von einer Verletzung genesenen Geisenfelder war das Spiel zu Ende, Hofweber erhielt die rote Karte. Auch wenn es den Gastgebern gar nicht gefiel, die sich über 90 Minuten vom Schiedsrichter benachteiligt fühlten, die Entscheidung war vertretbar. In Überzahl hatte Geisenfeld mit dem Pausenpfiff die erneute riesen Chance zur Führung, als Lang den Ball im Köschinger Strafraum stark behauptete und für Rihani auflegte, doch der scheiterte aus Nahdistanz an Teufelskerl Mayer.

Drei Minuten nach dem Seitenwechsel traf Grosz mit einem Verlegenheitsschuss aus fast 30 Metern die Latte, Geisenfeld hatte eine erste Chance durch Markus Renoth. Nach einer knappen Stunde Spielzeit verordnete Frank Falkenburger seinem Team eine offensivere Gangart und das Spiel wurde nun auch hitziger, was nicht zuletzt an den Kommentaren von außen lag. Geisenfeld war nun natürlich überlegen, ließ aber den Ball viel zu wenig laufen, sondern spielte viel zu viel "hoch und weit". Trotzdem scheiterte Florian Lang einmal mehr an Köschings bestem, Torwart Mayer. Auf der Gegenseite stoppte Köschings Bamba bei einer Konterchance ab, statt frei aufs Tor zu zu laufen. In der 78. Minute brachte Julian Kund eine Ecke weit auf den langen Pfosten und ausgerechnet Unglücksrabe Rihani köpfte aus spitzem Winkel zum umjubelten 0:1 ein. Nun begann aber das große Zittern bei den Gästen, denen man die neun Spiele ohne Sieg anmerkte. Sie spielten trotz Überzahl nicht mehr kontrolliert, sondern ließen sich viel zu weit hinten reindrängen. Im Vergleich zu den letzten Wochen hatte man aber auch mal Glück, als nach einem Freistoß und Durcheinander in der Abwehr der Ball noch auf der Linie geklärt wurde. Nach einem Freistoß von Grosz aus 18 Metern ans Außennetz ein zwei Geisenfelder Chancen, bei denen erneut Mayer zur Stelle war, konnten die Grün-Weißen die Arme hochreissen, denn der erste Dreier 2016/2017 war unter Dach und Fach. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte man sich das Leben wesentlich leichter machen können, aber im Endeffekt zählt nur der Sieg in einem umkämpften Kellerduell.

Matthias Gabler
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