TSV Großmehring - FC Geisenfeld

TSV-Grossmehring

2:2

FC Geisenfeld

Spielbericht

Glücklicher Punkt im Kellerduell - FCG trifft in der Nachspielzeit

Beim FCG stand Alex Fink wieder im Tor und Lukas Kellermann nach Sperre wieder im Kader und weil Bilal Rihani etwas verspätet zur Mannschaft stieß, startete erst mal Robert Kurzweil auf der 10. Die Gäste standen tief und erwarteten die hohen Bälle der Gastgeber, hatten aber zu Beginn doch etliche Probleme damit. Schon nach vier Minuten kam Samweber im Strafraum zum Schuss, zielte aber knapp vorbei. Die Gastgeber waren weiterhin das aktivere Team und erneut zog Samweber ab, scheiterte aber an Fink. In der 13. Minute kamen dann die Gäste erstmals in den gegnerischen Strafraum, der inzwischen eingewechselte Rihani schoss aber nach Ablage von Dennis Maier knapp am Tor vorbei. In der Folge gestaltete sich das Spiel ausgeglichener und die aufmerksame Geisenfelder Hintermannschaft stellte Großmehring ein paar mal ins Abseits. In der 25. Minute hätte Geisenfeld dann in Führung gehen müssen: Nach einem schönen Angriff drang Rihani über links in den Strafraum ein und legte quer auf Maier, doch der Torjäger hat Ladehemmung, scheiterte aus Nahdistanz an Keeper Krumpholz, der auch den Nachschuss meisterte. Letzte Saison hätte Maier so eine Chance eiskalt verwandelt. Großmehring blieb feldüberlegen und hatte auch die Mehrzahl an Chancen, die größte in der 44. Minute: Nach einer abgewehrten Ecke wurde ein Schuss aus 20 Metern abgefälscht, Torwart Fink parierte ihn aber mit dem Fuß und blieb auch gegen den Nachschuss Sieger.

Nach dem Seitenwechsel waren vier Minuten gespielt, als ein Abschlag von Fink postwendend zurückkam, Geisenfeld eine Lücke im Abwehrzentrum hatte und der Torwart den anstürmenden Spieler zu Fall brachte. Spielertrainer Hoffmann durfte sich in seiner Paradedisziplin üben und verwandelte den Elfmeter abgeklärt zum 1:0. Die Gäste ließen aber die Köpfe nicht hängen und kamen sieben Minuten später zum Ausgleich. Eyup Aslan spielte den öffnenden Pass nach rechts in den Lauf von Josef Amort, und der brachte den Ball scharf vor das Tor. In der Mitte rutschte zwar Maier vorbei, doch am langen Pfosten vollstreckte Rihani zum 1:1. Danach riss aber der Faden bei den Gästen, die im zentralen Mittelfeld meistens zweiter Sieger waren und sich so immer größerem Druck der Gastgeber ausgesetzt sahen. Zudem musste Geisenfeld den Ausfall des starken Kapitäns Simon Kirmaier hinnehmen, der sich bei einem Rettungsversuch eine Leistenzerrung zuzog (60.). "Irgendwann wird der Druck zu groß" vermutete Coach Franky Falkenburger am Spielfeldrand und in der 70. Minute war es dann soweit, als erneut Hoffmann nach einer der zahlreichen Ecken unbedrängt aus kurzer Distanz das 2:1 erzielte. Die Gastgeber sahen nun wie der sichere Sieger aus und hatten durch Samweber und Hoffmann weitere Chancen, verpassten zudem kurz vor Schluss in einer 3 gegen 1 Kontersituation das sichere 3:1 und hätten nach Foul von Lukas Kellermann auch einen weiteren Elfmeter bekommen müssen. Geisenfeld gab jedoch nicht auf und warf in der ersten Minute der Nachspielzeit alles nach vorne. Großmehring konnte den Ball nicht klären, der über links nochmal in den Strafraum kam, Kurzweil hatte das Auge für Maier und der vollstreckte zum umjubelten 2:2. Großmehring reklamierte zwar auf Abseits, es war aber keines. Letzter Aufreger der Partie war ein rüdes Foul von Samweber, der mit beiden Beinen ohne Chance auf den Ball von hinten Kellermann abgrätschte. Es gab gelb, auf Grund dessen, dass solche Fouls ein sehr hohes Verletzungsrisiko bergen und komplett unnötig sind, wäre rot wohl die gerechtere Farbe gewesen.


Am Ende konnte der FC Geisenfeld über einen glücklichen Punkt jubeln. Nachdem man selbst oft entscheidende Gegentore in der Nachspielzeit bekommen hat, auch letzte Saison gegen Großmehring, gelang diesmal dies nun selbst, was der Moral der Truppe und besonders auch Torschütze Dennis Maier Auftrieb geben dürfte. Großmehring muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das Spiel in der zweiten Halbzeit nicht frühzeitig entschieden zu haben.

Matthias Gabler
Weitere Informationen