FC Hepberg - FC Geisenfeld

FC-Hepberg

4:0

FC Geisenfeld

Spielbericht

Komische Klatsche für Geisenfeld in Hepberg

Als "komisch" bezeichnete Coach Frank Falkenburger nachher das Spiel seiner Mannschaft in Hepberg und sprach von gefühlten 30 Minuten Nettospielzeit - aber auch davon, dass sein Team nicht wirklich ins Spiel gekommen sei und viel zu viele Fehler gemacht habe. Dabei begannen seine Jungs wie die Feuerwehr und schon in der ersten Minute tauchte Florian Lang nach einem schnell ausgeführten Freistoß halbrechts frei vor Torwart Lawal auf, suchte aber aus etwas spitzem Winkel nicht den Abschluss, sondern legte quer und Hepberg konnte klären. Die folgende Ecke verpassten am langen Pfosten gleich zwei Geisenfelder denkbar knapp. Leider riss danach der Faden, die Gäste schlugen fast jeden Ball hoch und weit nach vorne, so dass Hepbergs Abwehr und der physisch sehr starke Torwart Lawal keine Probleme hatten.

In der Abwehr offenbarten die Geisenfelder allerdings immer wieder Lücken, wenn die abwartend spielenden Gastgeber schnell umschalteten. So auch in der 4. Minute, als der Ball sogar im Tor landete, aber aus Abseitsposition. Kurz darauf war Geisenfelds Abwehr bei einem Diagonalball schlecht sortiert und Markus Seeber klärte in höchster Not gegen Ali Erbas. In der 22. Minute zog Emre Erbas von der Strafraumgrenze ab und Torwart Alex Fink lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Die folgende Ecke wurde per Kopf geklärt, Usman nahm den Ball 18 Meter vor dem Tor an, versetzte mit einer einfachen Finte die zu langsam herausrückenden Geisenfelder und traf zum 1:0 ins Eck. In der 31. Minute hätten die Gäste fast geantwortet, doch den Flachschuss von Julian Haller drehte Torwart Lawal grade noch um den Pfosten. In der 37. Minute spritzte Emre Erbas in einen schlampigen Pass in der Geisenfelder Abwehr, lief trotz Foul weiter und Torwart Fink räumte im Strafraum mit einer resoluten Grätsche Ball und Gegner ab - Elfmeter und Gelb waren die Folge. Ali Erbas trat an und traf wuchtig zum 2:0 Halbzeitstand. Hepberg war keineswegs übermächtig, aber es nutzte die Fehler der Gäste eiskalt.

Die zweite Halbzeit hatte dann mit Fußball recht wenig zu tun. Die Gastgeber nutzten jede Möglichkeit, um Zeit von der Uhr zu nehmen und den Spielfluss zu stören. Sie blieben bei jedem Foul lange liegen und es gab viele Verbalprovokationen und Reklamationen, weil sich die Gäste darauf einließen, statt ruhig zu bleiben. Der junge Schiedsrichter, der eigentlich eine starke und umsichtige Spielleitung zeigte, ahndete diese Reklamationen zwar, aber zunächst mit vielen Gesprächen auf dem Feld, die teilweise 2-3 Minuten dauerten und den Spielfluss komplett zum Erliegen brachten. Gefühlt war das Spiel in der ersten Halbzeit mehr unterbrochen, als dass der Ball rollte. Erst in der Endphase hagelte es dann 6 gelbe (4 Hepberg, 2 Geisenfeld) und eine gelb-rote Karte wegen Unsportlichkeit gegen Hepbergs Hagen. Dem entsprechend gab es auch nur noch wenig sportliche Highlights: In der 56. Minute traf Benny Buetusa für Geisenfeld den Pfosten, in der 71. Minute erzielte Obeth das 3:0 für Hepberg, nachdem Usman den Ball im Gästestrafraum verloren, wieder erobert und quer gelegt hatte. In der 89. Minute verwandelte Ali Erbas einen weiteren Elfmeter zum 4:0, auch hier hatte Geisenfeld einen schon gesicherten Ball in der Abwehr wieder verloren, und in der Nachspielzeit scheiterte Haller erneut an Torwart Lawal.

Es wäre wohl für den FC Geisenfeld noch nie so einfach gewesen in Hepberg zu punkten wie an diesem Tag. Wer aber bei allen vier Gegentoren mithilft und sich auf die Verbalscharmützel der Gastgeber einlässt, braucht sich über eine deftige Niederlage nicht zu wundern.

Matthias Gabler
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