VfB Eichstätt II - FC Geisenfeld

VfB-Eichstätt

0:2

FC Geisenfeld

Spielbericht

Eine Frage des Charakters - FCG siegt in Eichstätt

Die Ausgangslage für den FC Geisenfeld am Pfingstsamstag beim VfB Eichstätt II waren denkbar schlecht. Zum einen musste man die 2:4-Klatsche aus dem Schlüsselspiel gegen Türkisch Ingolstadt verdauen, zum anderen war trotz der Rückkehr von Co-TrainerBilal Rihani die Personallage noch schwieriger als in der Vorwoche, weil auch noch Seeber, Maier und Kirmaier fehlten. So ließ sich die Formation auf einen einfachen Nenner bringen: Die 11 gesunden Spieler standen auf dem Rasen, auf der Bank saßen mit Renoth, Friedrich, Memisevic und Josef Amort vier Akteure, die angeschlagen oder nach Verletzungen erst kürzlich zurückgekehrt sind.

Die Gäste lieferten aber eine einwandfreie Leistung ab und boten den spielstarken Gastgebern mit viel Kampfkraft ordentlich Gegenwehr. Vielleicht wäre alles anders gelaufen, wenn Eichstätt in der 12. Minute den Elfmeter in Person von Ahmeti verwandelt hätte, doch Torwart Alex Fink wehrte einmal mehr einen Strafstoß ab und hat damit 4 von 6 Elfern in seiner Geisenfelder Zeit gehalten. Drei Minuten später bekam Eichstätts Torwart Dörfler den Ball nach einer Ecke nicht unter Kontrolle und Bahattin Köksal lenkte den Ball zum 0:1 ins Tor ab. In der 32. Minute musste der Torschütze dann allerdings mit einer Zerrung vom Feld, Sasa Memisevic kam.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit rettete Fink großartig gegen Ahmeti und blieb auch gegen Steingräber Sieger. Es gab nun Chancen auf beiden Seiten, durch Aslan, Memisevic, Rihani und Lang für Geisenfeld, für Eichstätt erneut durch Ahmeti und durch Breitenhuber, der den Pfosten traf. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit: Ein langer Abschlag von Torwart Fink, Josef Amort gewann ein Kopfballduell, setzte sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und traf zum 0:2 ins kurze Eck.

Mit diesem wichtigen Auswärtssieg hat der FCG nun mit 30 Punkten bereits einen Punkt mehr gesammelt als in der kompletten letzten Saison, muss aber im Gegensatz zum Vorjahr noch weiter strampeln, um den Klassenerhalt zu sichern. Man hielt aber Türkisch Ingolstadt (28 Punkte) und Kraiberg (27 Punkte) auf Distanz und kann bei drei verbleibenden Spielen nur noch theoretisch direkt absteigen, da man auf den 13. Platz (Hitzhofen) 9 Punkte Vorsprung hat. Das Team von Trainer Frank Falkenburger hat die richtige Antwort auf die Enttäuschung der letzten Woche gegeben.

Die Tatsache, dass der Tabellenzweite aus Großmehring auch nur 6 Punkte Vorsprung vor den Geisenfeldern hat, verdeutlicht, wie eng diese Klasse in dieser Saison beisammen ist.

Matthias Gabler
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