TSV Ingolstadt-Etting - FC Geisenfeld

TSV-Ingolstadt-Etting

2:4

FC Geisenfeld

Spielbericht

Lebenszeichen in Unterzahl: FCG gewinnt in Etting

Geisenfeld musste kurzfristig auf Kapitän Daniel Gmeiner verzichten, dafür startete Lukas Kellermann nach überstandener Zahn-OP. Das Spiel nahm gleich mächtig Fahrt auf, beide Teams wollten Akzente setzen. Nach zwei Minuten strich ein langer Freistoß von Harun Caglar knapp am langen Eck vorbei. In der 9. Minute kombinierte sich Etting erstmals durch den Strafraum und der Schuss von Gangl wäre Torwart Fink um ein Haar durchgerutscht, es gab Ecke. In den folgenden Minuten ging es im hohen Tempo hin und her, Torchancen gab es aber zunächst nicht. In der 17. Minute zirkelte Florian Lang einen Freistoß über die Mauer, aber zu zentral auf Torwart Lücking. Im Gegenzug nutzte Etting einen der wenigen Geisenfelder Fehler, nach Angriff über rechts stand Harry Weller frei im Strafraum, drehte sich und traf zum 1:0. Eine Minute später gab es erneut Freistoß für die Gäste und diesmal war Lücking gegen Simon Kirmaier deutlich mehr gefordert, blieb aber Sieger. In der 23. Minute forderte Geisenfeld vergeblich Elfmeter, als sich Bilal Rihani durchsetzte und frei vor dem Torwart durch einen Kontakt von hinten zu Fall kam. Etting kam nun besser ins Spiel, auch weil Geisenfeld zuviel reklamierte, und vergab durch Angermüller eine gute Chance. In der 39. Minute unterlief dann aber auch den Gastgebern ein kapitaler Fehler, als niemand zum Ball ging, Dennis Maier schnell schaltete und Lücking freistehend überwand - 1:1 nach Toren und Abwehrfehlern. Weil Bilal Rihani kurz darauf im letzten Moment geblockt wurde und Etting den Ball über das leere Tor zimmerte, ging es mit diesem Spielstand auch in die Pause.

Nach Wiederanpfiff machten die Gastgeber mehr Druck und hatten durch Fuhrmann und zweimal Gangl drei gute Chancen. Das Tor gelang aber den Gästen: Sasa Memisevic, Bilal Rihani und Florian Lang kombinierten sich auf engem Raum in den Strafraum, Etting hatte den Ball eigentlich, verlor ihn aber wieder und Lang traf aus halbrechter Position ins lange Eck - 1:2. In der 65. Minute lag der Ball erneut im Ettinger Tor, nach Kopfball-Bogenlampe von Kirmaier, es war aber bereits wegen Abseits abgepfiffen. In der 68. Minute startete Etting einen Angriff, Lukas Kellermann hielt seinen Gegenspieler vor dem Strafraum kurz fest, der lief aber weiter, kam kontrolliert zum Abschluss, scheiterte aber an Fink. Schiedsrichter Seidl unterbrach nach der Parade das Spiel, zeige Kellermann die rote Karte wegen Notbremse und entschied auf Freistoß für Etting. Fragliche Entscheidung, denn ein Vorteil besteht definitiv nicht nur dann, wenn der Ball im Tor landet. Half aber alles nichts, Geisenfeld war in Unterzahl, der Freistoß landete aber in der Mauer. Nun drängten die Gastgeber natürlich auf das 2:2 und hatten einige Standards, die aber nichts einbrachten. Dafür leisteten sie sich in der 75. Minute aber einen schlimmen Fehlpass, Sasa Memisevic lief frei auf Lücking zu, legte sich den Ball fast zu weit vor, kam aber noch zum Abschluss und noch berührt vom Torwart hoppelte der Ball über die Linie - 1:3! Etting gab sich allerdings noch nicht geschlagen und in den folgenden Minuten sorgten einige Freistöße von Spielertrainer Micic für Alarm im Strafraum, doch mit großem Einsatz und einem im Laufe der Partie wieder gewohnt sicheren Alex Fink im Tor hielt Geisenfeld dagegen. In der 82. Minute köpfte dann aber Bienhaus eine Ecke zum 2:3-Anschlusstreffer ein. Nun wurde es noch einmal turbulent und die Gastgeber hatten noch zwei Torchancen, vergaben sie aber. In der 93. Minute eroberte Geisenfeld dann am Mittelkreis mit einer harten, aber sauberen Grätsche den Ball, Etting blieb in Erwartung eines Foulspiels stehen, Dennis Maier ging - wohl aus Abseitsposition - über rechts in den Strafraum, legte mit viel Übersicht perfekt quer und Memisevic machte mit dem 2:4 alles klar.

Der FC Geisenfeld setzte in einem spannenden Spiel ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf und gewann nicht unverdient in Unterzahl beim Tabellenzweiten.

Matthias Gabler
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