SV Karlshuld - FC Geisenfeld

SV Karlshuld

1:3

FC Geisenfeld

Spielbericht

FCG gewinnt kontroverse Partie in Karlshuld und schafft den Klassenerhalt!

Die Gäste waren in der ersten Halbzeit das aktivere Team, es fehlte allerdings an Struktur, um daraus auch Zählbares zu machen. Immer dann, wenn man von hinten aufbaute, wurde es gefährlich, doch man schlug zuviele hohe Bälle, mit denen Karlshuld wenig Mühe hatte. Die Gastgeber taten insgesamt weniger fürs Spiel, waren aber immer gefährlich, wenn sie schnell umschalten konnten. So auch in der 5. Minute, als Markus Hörmann nach Doppelpass in den Strafraum ging und routiniert flach in die lange Ecke traf - 1:0. Geisenfeld hatte in der Folge trotz hohen Aufwands und vieler gewonnener Bälle nur einen Freistoß von Eyup Aslan, einen Abschluss von Memisevic und einen Alleingang von Harun Caglar zu verzeichnen, der Ball verfehlte aber jeweils das Tor. Danach rächte es sich dann, dass Karshulds Torwart Eckl bei jedem Abstoß handgestoppte drei Minuten brauchte, um den Ball wieder ins Spiel zu bringen, dabei sogar Zuschauer anwies, ihm den Ball im Aus liegen zu lassen. Schiedsrichter Inderwies honorierte dies mit gerechtfertigten acht Minuten Nachspielzeit, auch wenn das eher unüblich ist. In der 6. Minute davon startete Geisenfeld einen schönen Angriff über rechts, Außenverteidiger Lukas Kellermann hinterlief perfekt, flankte zur Mitte und Bahattin Köksal köpfte zum 1:1 ein.

Nach dem Seitenwechsel war gerade eine Minute gespielt, da erhielt Geisenfeld einen Foulelfmeter. Der junge Eyup Aslan trat an, scheiterte zwar an Eckl, versenkte aber den Nachschuss zum 1:2. Nun zeigte sich, dass es sich wohl noch nicht bis nach Karshuld rumgesprochen hat, was man bei Schiedsrichter Inderwies unterlassen sollte, denn es häuften sich die Reklamationen von Karlshulder Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern, was etliche gelbe Karten nach sich zog. Die Gastgeber hatten dennoch ihre stärkste Phase und hatten einen Lattenschuss (51.) und eine Doppelchance (64.) zu verzeichnen, die Alex Fink im Gästetor klasse vereitelte. In der 65. Minute musste Sebastian Stegmeir wegen Meckerns mit gelb-rot vom Platz. Spielertrainer Lovric erwog nun sogar einen Spielabbruch, doch es wurde weiter Fußball gespielt. Geisenfeld spielte in Überzahl allerdings viel zu kompliziert, obwohl man die Partie nun gut im Griff hatte und hatte nur einen Torschuss durch Sebastian Friedrich. Die Gastgeber schossen sich nun komplett auf den Schiedsrichter ein, was in der 89. Minute zu vier gelb-roten Karten wegen Reklamieren führte. In der 90. Minute erhielt Geisenfeld dann einen erneuten und diesmal sehr fraglichen Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Eckl und Florian Lang. Harun Caglar war es egal, er machte mit dem 1:3 alles klar.

Für Karlshuld ist nun natürlich einzig und allein der Schiedsrichter an der Niederlage schuld, was auch verständlich ist, aber ein kleines Bisschen muss man sich an die eigene Nase fassen, da man einfach zuviel reklamierte. Geisenfeld freut sich über die drei Punkte, sieht aber seine gute Leistung auch ein Stück weit entwertet, denn auch mit 11 gegen 11 führte man 1:2.

Am Ende bleibt der Dreier bei der Falkenburger-Elf und zwei Stunden später, mit der Niederlage des ST Kraiberg in Sandersdorf war es dann perfekt: Der FC Geisenfeld spielt auch 2016/2017 in der Kreisliga!

Matthias Gabler
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