ST Kraiberg - FC Geisenfeld

ST-Kraiberg

2:2

FC Geisenfeld

Spielbericht

Lachen oder weinen? FCG spielt 2:2 in Kraiberg

Die individuell topp besetzten, aber schwach gestarteten Kraiberger hatten erstmals praktisch alle Mann an Bord, beim FC Geisenfeld ließ Frank Falkenburger die selbe Mannschaft ran, die gegen Karlskron überzeugt hatte. Seine Jungs spielten sofort mutig mit. In der vierten Minute bekamen sie einen Freistoß aus 18 Metern zugesprochen und Sasa Memisevic zirkelte ihn perfekt über die Mauer ins Eck - 0:1. In der Folge hatte Kraiberg zwar höhere Spielanteile, kam aber gegen giftige, aber dabei faire Gäste nicht zu Torgefahr, auch wenn sie häufig Fouls reklamierten. Erst in der 16. Minute zog Torjäger Dinulovic nach einem Freistoß aus spitzem Winkel ab, doch FCG-Torwart Alex Fink war zur Stelle. Geisenfeld blieb das zielstrebigere Team und Memisevic setzte einen Kopfball nach Diagonalball von Harun Caglar über den Querbalken. Nach 25 Minuten wurde Sebastian Friedrich über links steil geschickt, doch sein Rückpass in den Strafraum rutschte Memisevic über den Schlappen. Drei Minuten später zog Simon Kirmaier nach Freistoß von Bilal Rihani ab, scheiterte aber am Torwart. In dieser Phase war Kraiberg nur durch den einen oder anderen gefährlich angeschnittenen Freistoß präsent, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Nachdem Rihani eine weitere Chance vergeben hatte, hätte in der 38. Minute das 0:2 fallen müssen. Wieder war es ein Angriff über links, Friedrich zog ab, Torwart Orth parierte und Memisevic knallte den Abpraller über das leere Tor. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es noch einmal Ecke für die Gäste, Caglar brachte sie nach innen, Kraiberg konnte den Ball nicht klären und Friedrich jagte ihn aus 10 Metern unter die Latte - 0:2.

Nach dem Seitenwechsel war erst eine Minute gespielt, da setzte Memisevic einen Kopfball knapp neben den Pfosten. Kraiberg musste zwar aber der 52. Minute ohne Torjäger und Spielertrainer Dinulovic auskommen, der den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekam, wurde danach aber gefährlicher und vergab eine riesen Chance zum Anschlusstreffer, als der Ball aus wenigen Metern über das Tor zischte. In der 66. Minute klärte Torwart Fink nach einem verunglückten Rückpass im 1 gegen 1 und blieb auch eine Minute später im Duell mit Giordano Sieger. In der 74. Minute wuchtete Kraiberg einen Freistoß aufs Tor und Fink faustete den Ball über die Latte. Die Ecke kam nach innen, der Ball war eigentlich schon geklärt, sprang aber dann unglücklich von Thomas Amort über die Linie zum 1:2. Zwei Minuten später gab es auf der Gegenseite Freistoß aus 18 Metern, Simon Kirmaier lief an, zirkelte das Leder über die Mauer und vom Innenpfosten sprang es ins Feld zurück. Orth wäre chancenlos gewesen. So kam es vier Minuten später wie es kommen musste, Mario Peric verwandelte einen Freistoß für die Gastgeber zum 2:2. In der Schlussphase incl. sieben Minuten Nachspielzeit drückten beide Teams noch auf den Siegtreffer, doch es blieb beim 2:2.

Vor sechs Wochen und wohl auch vor dem Spiel hätte jeder beim FC Geisenfeld ein 2:2 in Kraiberg unterschrieben. Angesichts des Spielverlaufs wäre der Dreier aber drin gewesen, das gilt allerdings auch für die Gastgeber. Insofern darf man meine Ausgangsfrage mit "Lachen!" beantworten, denn neben dem Punkt bleibt eine erneut starke Leistung und die Gewissheit, dass man diese Saison mit jedem Gegner auf Augenhöhe sein kann.
Am kommenden Sonntag um 15:00 empfängt man zum Volksfestspiel den FC Hepberg.

Matthias Gabler
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