FSV Pfaffenhofen - FC Geisenfeld

FSV-Pfaffenhofen

3:1

FC Geisenfeld

Spielbericht

Eine Frage der Chancenverwertung

Von "besser" oder "schlechter" kann man nach den 90 Minuten in Pfaffenhofen nicht wirklich reden, denn beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Den Unterschied machte die bessere Chancenverwertung und das konsequentere Ausnutzen von Fehlern. Die Gäste aus Geisenfeld hatten gleich in der 2. Minute eine gute Chance, aber Sasa Memisevic konnte den Ball beim Abschluss nicht kontrollieren. Der heimische FSV traf in der 13. Minute den Pfosten und versuchte ansonsten vor allem, mit Schnittstellenpässen oder Diagonalbällen seinen Torjäger Florian Pöckl ins Spiel zu bringen, was aber zunächst gegen eine aufmerksame Abwehr nicht gelang. In der 25. Minute schlug der FSV bei einer Ecke ein Luftloch und der freistehende Florian Lang zielte überrascht vorbei. Im Gegenzug war Pöckl erstmals durch, doch Keeper Alex Fink blieb im 1 gegen 1 Sieger. Zwei Minuten später eine identische Szene, diesmal überlupfte Pöckl den Torwart, doch Lukas Kellermann rettete. In der 32. Minute schnappte die Abseitsfalle nicht zu, erneut war Pöckl durch und diesmal traf er zum 1:0. Geisenfeld hatte nach 43 Minuten noch einen Torschuss von Sebastian Friedrich zu verzeichnen, dann war Pause. Die Gäste waren zwar zeitweise feldüberlegen, waren aber zu unpräzise im Aufbau und deshalb kam zu wenig dabei heraus.

Nach dem Seitenwechsel agierte Geisenfeld etwas zwingender und hatte eine erste Torchance durch Harun Caglar. Die Mehrzahl der Chancen lag aber bei den Gastgebern, in Person von Pöckl. Erneut scheiterte er zweimal an Fink (51., 55.), doch bei der folgenden Ecke zog er erneut ab und weil der lange Pfosten nicht mehr besetzt war, schlug der Ball zum 2:0 ein. FCG-Trainer Frank Falkenburger löste nun die Viererkette auf und brachte einen zweiten Stürmer mit Dennis Maier. Sein Team betrieb nun einen hohen Aufwand und war überlegen, natürlich auch deshalb, weil der FSV Pfaffenhofen sich noch mehr aufs Kontern verlegte. Nach zwei Torschüssen durch Bilal Rihani und Markus Seeber verkürzten die Gäste in der 64. Minute. Harun Caglar setzte sich über links bis vor das Tor durch und wuchtete den Ball an Ex-FCG-Torwart Benni Feil vorbei. Vier Minuten später setzte sich Sasa Memisevic im Strafraum durch, verfehlte das lange Eck aber knapp. Im Gegenzug scheiterte Pöckl einmal mehr an Fink. In der 72. Minute startete der FSV einen Konter, doch auch Graswald scheiterte 1 gegen 1 an Fink. Es folgte ein schlimmer Fehlpass im Aufbau, Graswald wurde erneut geschickt und diesmal traf er - 3:1. In der 81. Minute hätte es noch einmal spannend werden können, als nach einem tollen Angriff über Lang und Maier Friedrich im Strafraum für Memisevic auflegte, Feil aber dessen Schuss mit einer Glanzparade um den Pfosten lenkte. So blieb es am Ende beim 3:1, was auf Grund der höheren Effizienz auch verdient war.

Der FC Geisenfeld belohnte sich nicht für einen enormen Aufwand, hatte aber auch eine zu große Fehlerquote. Es bleibt die Erkenntnis, dass man inzwischen wirklich mit jedem Team der Klasse auf Augenhöhe ist. Allerdings muss man die ansprechenden Leistungen auswärts auch mit Punkten krönen.

Matthias Gabler
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