FC Sandersdorf - FC Geisenfeld

FC-Sandersdorf

6:1

FC Geisenfeld

Spielbericht

Verdiente Klatsche in Sandersdorf

"In der Abwehr stimmte die Zuordnung zu oft nicht, im Mittelfeld bekam man keinen Zugriff auf den Ball und der Angriff lebte fast nur von Einzelaktionen. Die Laufstärke und die Bereitschaft, die entscheidenden Meter nach hinten zu machen, in der letzten Saison noch eine Trumpfkarte des Teams, fehlen [ ... ] völlig. Kommen dann noch grobe individuelle Böcke hinzu, kann man in der Kreisliga nicht punkten." Dieses Zitat aus dem Spielbericht vom 15.08.2013 des FC Geisenfeld in Sandersdorf kann man am heutigen Tag komplett recyclen. Die Gäste erwischten einen rabenschwarzen Tag, alles, was das Team zuletzt auszeichnete, die Laufstärke, der Kampf, der gut laufende Ball im Aufbau, war komplett weg und nur bei den Gastgebern zu sehen. In der ersten zwölf Minuten konnte man Sandersdorf noch vom Tor weghalten, dann war es wieder mal ein Standard: Nach einer Ecke unterlief Torwart Alex Fink den Ball und Kargl köpfte freistehend zum 1:0 ein. Gleich darauf zog Spielertrainer Ismaili aus 16 Metern ab, Fink wehrte ab und der Abstauber landete im Tor, doch der Schütze stand im Abseits. In der Trinkpause rüttelte Frank Falkenburger sein Team auf, aber weiterhin gelang wenig und wenn, stand man im Abseits. Nur ein Distanzschuss von Markus Seeber flog knapp am Kreuzeck vorbei. In der 35. Minute bekam Sandersdorf wieder einen Freistoß, erneut stand Kargl völlig frei und köpfte zum 2:0 ein, mit dem es auch in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste entschlossen zurück, bekamen aber gleich die kalte Dusche, als Tobias Neumayer nach einem Freistoß von rechts zum 3:0 verwandelte. Die Gäste gaben danach nicht auf und hatten 15, 20 gute Minuten, in denen sie druckvoller agierten. In der 60. Minute schlug Patrick Valentin einem präzisen Diagonalball auf Florian Lang, der ließ sich auf seinem Weg zum Tor nicht vom Ball trennen und traf zum 3:1 in die lange Ecke. Geisenfeld witterte nun Morgenluft und schwor sich in der erneuten Trinkpause noch einmal auf die Schlussoffensive ein - nur, um dann nach einem Fehlpass in einen Konter zu laufen, den Rott freistehend zum 4:1 abschloss. Damit war das Spiel gelaufen. Rott schnürte noch den Doppelpack (75.), bevor Ismaili mit einem bezeichnenden Tor den Schlusspunkt setzte. GEisenfeld hatte den Ball im eigenen Strafraum schon geklärt, verlor ihn wieder, beim Klärungsversuch landete der Ball vor den Füßen von Ismaili, der aus fünf Metern nur noch einschieben musste. Der FC Geisenfeld verlor auch in dieser Höhe völlig verdient. Coach Frank Falkenburger hakte die Niederlage schnell ab, denn so ein Tag kann vorkommen.

Gedanken machen sollten sich die Gäste aber vor allem darüber, dass man fast über 90 Minuten nicht als Team auftrat, viel zu viel schimpfte und lamentierte. So beraubt man sich selbst einer seiner großen Stärken.

Matthias Gabler
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