FC Geisenfeld - VfB Eichstätt II

FC Geisenfeld

5:0

VfB-Eichstätt

Spielbericht

Geisenfeld gewinnt kontroverses Spiel verdient

Nach dem Motto "Never change a winning Team" setzte Coach Frank Falkenburger auf die Elf der Vorwoche, die Gäste aus Eichstätt mussten hingegen auf Verstärkung aus der Bayernliga verzichten. Die Gastgeber waren von der ersten Minute an voll im Spiel und machten Druck, was sich zunächst in einigen Ecken niederschlug. Eichstätt hatte eine Möglichkeit, als sich Eisenschenk durchsetzte, aber im letzten Moment zum Eckball geklärt wurde. In der 14. Minute klatschte ein Freistoß von Harun Caglar an die Latte, der Ball prallte vor die Füße des freistehenden Bahattin Köksal, doch der zog mit Wucht ab, statt nur zu schieben und zielte über die Latte. In der 18. Minute wurde ein weiterer Schuss von Caglar zur Ecke abgeblockt. Er brachte sie selbst mit viel Effet nach innen und Dennis Maier köpfte am kurzen Pfosten zum 1:0 ein. In der 25. Minute wurde Bilal Rihani im Strafraum angespielt und beim Abschluss gehalten. Weder eindeutig, noch Fehlentscheidung, Schiedsrichter Inderwies zeigte auf den Punkt und Rihani verwandelte selbst sicher zum 2:0. Vier Minuten später bekam Sebastian Friedrich nach toller Vorarbeit von Köksal nicht genug Druck hinter den Ball und der Torwart packte zu, doch die Gastgeber waren klar Chef im Ring. In der 33. Minute ließen sie sich jedoch überrennen, Eichstätt griff mit drei gegen eins an, doch Torwart Alex Fink parierte den Abschluss aus kürzester Distanz überragend. Es folgte die denkwürdige 34. Minute: Eichstätts Benz foulte Markus Seeber, war mit der Entscheidung aber nicht einverstanden und ließ sich zu einem Kommentar Richtung Schiedsrichter hinreißen. Die Konsequenz: Gelb für das Foul, gelb für Meckern, macht gelb-rot in einer Szene. Doch es kam noch schlimmer für die Gäste, Eisenschenk beschwerte sich beim Schiedsrichter und bekam die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung. Das Spiel stand nun fast vor dem Abbruch, doch die Gäste beruhigten sich wieder. In der 40. Minute kam Harun Caglar links an den Ball, zog zur Mitte und jagte das Leder zum 3:0 ins kurze Eck - ein "typischer Caglar". Mit dem Halbzeitpfiff hätte Eichstätt nochmals verkürzen können, doch erneut war Fink aus kurzer Distanz zur Stelle.

Die zweite Halbzeit hatte natürlich sportlich nur noch begrenzten Wert. Die Gäste, deren Coach auf dem Rückweg aus der Kabine auch noch aus dem Innenraum verbannt wurde, spielten die Partie ruhig zu Ende, wofür ihnen Respekt zu zollen ist. Geisenfeld hatte mit zwei Mann mehr alles im Griff, hatte noch einige gute Chancen, verwertete aber "nur" noch zwei. In der 64. Minute spielte Renoth einen Traumpass auf Caglar, der frei vor dem Torwart per Flachschuss das 4:0 erzielte und sieben Minuten später scheiterte Memisevic freistehend an Torwart Bauch, doch Lukas Haslbeck verwertete den Abpraller zum Endstand von 5:0.
Schade, dass durch die durchaus kontroversen Platzverweise die Leistung des FC Geisenfeld in der ersten Halbzeit etwas aus dem Fokus gerät, denn das Team war auch mit 11 gegen 11 klar besser und hätte, so die allgemeine Überzeugung, den Dreier in jedem Fall geholt.

Matthias Gabler
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