FC Geisenfeld - Türkischer SV Ingolstadt

FC Geisenfeld

2:4

Turkisch-SV-Ingolstadt

Spielbericht

0:1, 2:1, 2:4 - FCG verliert sechs-Punkte-Spiel

Ausgerechnet zur richtungsweisenden Partie gegen Türkisch SV Ingolstadt - bei einem Sieg wäre man 8 Punkte vor dem Relegationsplatz gestanden - war Geisenfelds Personallage angespannt wie nie. Neben den Langzeitverletzten Ploch und Thomas Amort, der sogar seine Karriere beenden musste, fehlten Kellermann, Gmeiner, Renoth, Rihani, Friedrich und Josef Amort. Nach 18 Minuten kam auch noch Sasa Memisevic zu den Ausfällen, der sich nach einem Zweikampf verletzte.

Ob es an den Personalproblemen lag oder nicht, die Gastgeber fanden in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Partie. Die Bälle wurden nur hoch und weit nach vorne geschlagen, einen strukturierten Spielaufbau gab es nicht und im Mittelfeld hatte man viel zu wenig Zugriff auf den Ball. Hier fehlte Co-Trainer Bilal Rihani an allen Ecken und Enden. Die Gäste, die sich in der Winterpause hochkarätig verstärkt haben, agierten sehr ballsicher und abgeklärt, kamen aber ihrerseits nicht zu klaren Torchancen. In der 29. Minute bekamen sie jedoch einen Freistoß von der Strafraumgrenze zugesprochen. Der Ball landete am Pfosten, prallte gegen Torwart Alex Fink und ging von dort über die Linie - wenn man kein Glück hat, kommt eben noch Pech dazu... Der Türkisch SV hatte zwar bis zur Halbzeit noch die eine oder andere Torszene, zählbares kam dabei aber nicht mehr heraus.

Nach dem Seitenwechsel ging Geisenfeld die Sache wesentlich engagierter an. In der 49. Minute flankte Eyup Aslan einen Freistoß in den Strafraum und Bahattin Köksal spitzelte den Ball zum 1:1 ins Tor. Fünf Minuten später schlenzte Florian Lang den Ball aus 18 Metern einfach mal aufs kurze Eck und er rutschte dem Gästetorwart zum 2:1 durch die Hände. Spiel gedreht und die Gastgeber waren nun im Aufwind. Sie müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, die Torwartprobleme der Gäste nicht genutzt zu haben. In Zahlen: Es kam kein Ball mehr direkt auf das Tor, trotz guter Angriffe und einem deutlich geschockten Gegner. Die Quittung kam in der 69. Minute, als Alex Fink nach einer Ecke Probleme mit dem Wind hatte und der Ball hinter der Linie landete. Nun waren wieder die Gäste am Drücker und in der 71. Minute verhinderte Fink mit Glanzparade einen weiteren Gegentreffer. In der 80. Minute verloren gleich zwei Geisenfelder einen Zweikampf an der rechten Seite und nach der Hereingabe stand Patrick Valentin gegen zwei Mann. Den ersten Abschluss konnte er noch blocken, doch der zweite schlug zum 2:3 im Tor ein. In der Schlussphase warf Geisenfeld alles nach vorne, dies gab dem Türkisch SV Raum und nachdem der erste Konter im letzten Moment noch geklärt werden konnte, wurde der zweite in der 89. Minute zum 2:4 verwertet.

Der FC Geisenfeld gab relativ leichtfertig (obwohl sich das als Zuschauer immer sehr leicht sagt) die große Chance aus der Hand, eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt herbei zu führen und steckt nun weiter mitten im Abstiegskampf. "Wäre ja auch langweilig gewesen" kommentierte Trainer Franky Falkenburger in Galgenhumor. Angesichts des Restprogramms mit drei schweren Auswärtsspielen wird sich der FCG gewaltig strecken müssen, um den Abstieg, bzw. die Relegation zu vermeiden.

Matthias Gabler
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