FC Geisenfeld - TSV Gaimersheim

FC Geisenfeld

1:1

TSV-Gaimersheim

Spielbericht

Unentschieden - wie immer

Der TSV Gaimersheim ist der Unentschiedenkönig in der Kreisliga 1 und 4 von 5 Duellen der beiden Teams in den letzten drei Jahren endeten Remis - so auch diesmal. Die Gastgeber legten dabei los wie die Feuerwehr, waren bissig und spielfreudig. Schon in der zweiten Minute setzte sich Harun Caglar auf links durch, doch sein Rückpass wurde vor Florian Lang geklärt. Es folgte eine ganze Reihe von Ecken und drei Chancen durch Caglar (einmal) und zweimal Bilal Rihani. Die Führung der Gastgeber schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Mitten in die Drangphase kam ein umstrittener Freistoßpfiff in der Gaimersheimer Hälfte. Während Geisenfeld noch haderte, starteten die Gäste einen schnellen Angriff über links, der Ball kam vor das Tor und Dörfler vollendete zum 0:1. Durch den Rückstand kippte das Spiel total, Gaimersheim stand sehr gut, ließ den Ball stark laufen und kontrollierte die Partie, ohne selbst groß gefährlich zu werden. Geisenfeld lief zuviel hinterher, drosch den Ball zu oft blind nach vorne und wenn man es mit gepflegtem Aufbauspiel versuchte, leistete man sich zu viele Fehlpässe. Es schien, als hätte jemand die Handbremse bei der Falkenburger-Elf gezogen. In der 45. Minute hätten die Gäste auf 0:2 erhöhen können, doch nach einer Ecke scheiterte Reinwald freistehend an Torwart Alex Fink.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Geisenfeld zeigte wieder mehr Zug zum Tor, kam aber nicht zu echten Chancen und konnte nicht an den schönen Fußball der Vorwochen anknüpfen. Erst in der 67. Minute wurde es ansatzweise gefährlich, aber Patrick Valentin köpfte nach einer Ecke drüber. Zwei Minuten später erwies Gaimersheims Goetz seinem Team einen Bärendienst. Nach einem abgefangenen Ball stellte er sich Torwart Fink in den Weg, prallte leicht mit ihm zusammen und ließ sich vor den Augen des guten Schiedsrichters zu einem Tritt hinreißen. Die rote Karte war die logische Konsequenz. Die Gastgeber bekamen dadurch noch einmal Aufwind und berannten nun das Tor der Gäste. In der 74. Minute flankte Bilal Rihani aus dem rechten Halbfeld, Sebastian Friedrich schraubte sich hoch, sein Kopfball gegen den Lauf des Torwarts prallte an den Innenpfosten, trudelte über die Linie und wurde dann erst geklärt - 1:1. Doch bei aller Moral und allem Bemühen, es war kein gutes Spiel der Gastgeber, die einfach zu unpräzise agierten und kaum Torchancen generierten. Dennoch hätte man noch gewinnen müssen. In der 88. Minute schoss Sasa Memisevic aus halbrechter Position drüber, und in der 91. Minute stand er nach Kopfballverlängerung frei am langen Eck, schob den Ball aber aus kurzer Distanz am Pfosten vorbei.

Auf Grund dieser Großchance in der Nachspielzeit bleibt das Gefühl, zwei Punkte verschenkt zu haben. Über 90 Minuten gesehen geht das Unentschieden aber in Ordnung, da Gaimersheim ein sehr unbequemer, taktisch disziplinierter Gegner war und man selbst nach der starken Anfangsphase nicht mehr zu seiner spielerischen Linie fand und viel zu viele Fehler machte.

Matthias Gabler
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