FC Geisenfeld - FC Hepberg

FC Geisenfeld

4:3

FC-Hepberg

Spielbericht

Spektakel zum Volksfest - 4:3 nach 0:2

Zum Volksfestspiel musste Trainer Frank Falkenburger mit Patrick Valentin und Thomas Amort auf zwei Abwehrstützen verzichten, Markus Renoth und David Feistenberger rückten ins Team. Seine Elf fand zu Beginn überhaupt nicht in die Partie und die individuelle Klasse einiger Hepberger Akteure sorgte für ein überlegenes Spiel der Gäste. Nach 6 Minuten hebelte ein Traumpass in die Schnittstelle die Abwehr aus, Silvio Smoljic ging über rechts in den Strafraum und traf zum 0:1 ins lange Eck. Sieben Minuten später war es wieder Smoljic, der mit einem Freistoß an FCG-Torwart Alex Fink scheiterte. Beide Teams agierten in dieser Phase viel mit hohen Bällen, Hepberg war dabei aber gefährlicher. In der 22. Minute war eigentlich nichts gefährlich, doch David Feistenberger hatte einen Blackout und legte den Ball am eigenen Strafraum quer in den Lauf von Sanser Calik und der verwandelte frei vor Fink zum 0:2. Im Gegenzug hatten die Gastgeber eine erste Chance durch Simon Kirmaier, der aber vorbeizielte. In der 31. Minute kam Sebastian Friedrich per Kopf an einen Freistoß, zielte aber genau auf den Gästetorwart. In der 40. Minute spielte Hepberg vergeblich auf Abseits, Harun Caglar schickte mit viel Übersicht und einem Traumpass Florian Lang auf die Reise, der überlupfte den Torwart und Friedrich staubte zum 1:2 ab - das allerdings aus zumindest abseitsverdächtiger Position. Kurz vor der Pause kombinierte sich Hepberg nochmal in den Strafraum, doch Mehmet Özler scheiterte an Fink.

Zur Pause forderte ein stinksaurer Frank Falkenburger lautstark ein Feuerwerk von seinem Team und es hatte gut zugehört. Vier Minuten nach dem Wechsel setzte sich Co-Trainer Bilal Rihani energisch vor dem Strafraum durch und zog ab. Hepbergs Torwart ließ den Ball abprallen, der gerade eingwechselte Dennis Maier hatte nachgesetzt und jagte das Leder zum 2:2 ins Tor. Vier Minuten später spielte Rihani Florian Lang im Strafraum an, der wurschtelte sich irgendwie gegen drei Hepberger durch und traf zum 3:2. Ärgerlich für die Gäste, dass sie vor dieser Szene wechseln wollten, der Schiedsrichter aber das Zeichen seines Assistenten nicht gesehen oder gehört hatte. Wiederum vier Minuten später setzte sich Markus Renoth nach einem Seitenwechsel von Rihani energisch durch und markierte aus spitzem Winkel das 4:2 für Geisenfeld. Drei Tore in acht Minuten - das Spiel war gedreht. Entschieden war es jedoch noch nicht. In der 66. Minute bekam Hepberg einen Freistoß aus 18 Metern, halbrechts vor dem Tor zugesprochen und Smoljic traf flach zum 4:3 in die Torwartecke, Alex Fink hatte keine Chance. Nun nahm das Spiel an Hektik zu und es gab einige gelbe Karten auf beiden Seiten, auch, weil Hepberg sich vom Schiedsrichter arg benachteiligt fühlte. Das ganze gipfelte in der 83. Minute in einer gelb-roten Karte gegen Hepbergs Daniel Hagen, der Torwart Fink mit gestrecktem Bein erwischte. Keine Absicht, aber die ist nicht entscheidend für das Strafmaß und die gelbe Karte war zwingend. Richtige Torchancen gab es in der hektischen Schlussviertelstunde nicht mehr und Geisenfeld spielte die Führung recht souverän über die Zeit. Lukas Haslbeck vergab in der Nachspielzeit noch das fünfte Tor, dann war Schluss und die Gastgeber konnten jubeln.

Unter dem Strich war der Sieg nicht unverdient, wobei immer etwas Glück dazu gehört, ein 0:2 zu drehen. Mit nunmehr 9 Punkten hat man nun bereits einen Zähler mehr als in der schwachen Hinrunde 2014/2015 und zudem gewann man auch das zweite Heimspiel in dieser Saison.

Matthias Gabler
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