TSV Kösching - FC Geisenfeld

TSV-Kösching

2:3

FC Geisenfeld

Spielbericht

Geisenfeld dreht 0:2 und gewinnt Kellerduell

FCG-Coach Martin Distl schickte in Kösching eine offensive Formation auf das Feld, verordnete ihr aber erst mal eine abwartende Spielweise, um nicht in Köschinger Konter zu laufen. Diese Taktik wäre auch aufgegangen, denn in der Tat operierten die Gastgeber sehr viel mit hohen Bällen, nur präsentierte sich die Defensive der Gäste ungewohnt anfällig und leistete sich viele individuelle Aussetzer. Offensiv hingegen sah es gut aus, das Konzept, mit langen Diagonalbällen und kopfballstarken Spielern im Zentrum die schnellen Außen einzusetzen, griff im Laufe des Spiels immer besser. Zunächst gab es aber die doppelte kalte Dusche: In der 12. Minute stand nach einem langen Ball Christian Schmid 1 gegen 1 mit seinem Gegenspieler, Torwart Alex Fink stürmte aus dem Strafraum, konnte aber nicht klären und Kösching traf aus 20 Metern ins leere Tor. Fast im Gegenzug traf Kapitän Daniel Gmeiner, der mit seiner Athletik kaum zu halten war, ins Tor, stand dabei aber im Abseits. In der 18. Minute kam die Hintermannschaft der Gäste erneut nach einem langen Ball in Unordnung und Cosentino schlenzte das Leder zum 2:0 ins Eck.
Geisenfeld hielt jedoch die Köpfe oben, zog sein Spiel durch und hatte fünf Minuten später Erfolg: Erneut war es Gmeiner, der nach einer Kopfballverlängerung über rechts davon zog, mit viel Übersicht in der Mitte Sasa Memisevic bediente und der schoss flach zum Anschlusstreffer ein. Erneut fünf Minuten später verlängerte Sebastian Friedrich einen langen Ball per Kopf vor das Tor, wo Thomas Amort angeflogen kam und gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 2:2 traf. Geisenfeld hatte das Spiel von absolut im Griff, obwohl ein weiterer individueller Blackout den Gastgebern fast die Führung ermöglicht hätte.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste am Ball und im Anschluss an einen Eckball konnte der starke Köschinger Torwart Licklederer einen Kopfball von David Feistenberger gerade noch von der Linie kratzen. Auch in der 65. MInute blieb er zuerst gegen Bilal Rihani und dann gegen den Nachschuss von Gmeiner Sieger, ein paar Minuten zuvor hatte Memisevic bei einem Volleyschuss nicht genug Druck hinter den Ball gebracht. Geisenfeld hätte langst führen müssen, die Gastgeber waren nach vorne einfach zu harmlos. In der 68. Minute war es dann soweit: Rihani drehte sich um seinen Gegenspieler und flankte perfekt an den langen Pfosten, wo Friedrich per Flugkopfball zum 2:3 verwandelte. In der verbleibenden Spielzeit lauerten die Geisenfelder auf Konter und Kösching bemühte sich um den Ausgleich, doch beide waren nicht sehr erfolgreich in ihrem Ansinnen. Dennoch hätte eigentlich noch das 3:3 fallen müssen. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft hatten die Gastgeber aus kurzer Distanz die Riesenchance: Erst trafen sie den Pfosten, den Nachschuss parierte Teufelskerl Alex Fink, der auch den erneuten Nachschuss an den Pfosten lenkte, ehe David Feistenberger retten konnte. So blieb es beim umjubelten 2:3.
Auch wenn man die individuellen Fehler abstellen muss, beim Tabellenletzten und Konkurrenten nach 0:2-Rückstand 3:2 zu gewinnen, ist ein starker Auftakt in die restlichen Spiele für den FC Geisenfeld.

Matthias Gabler
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