FC Geisenfeld - ST Scheyern

FC Geisenfeld

0:2

ST Scheyern

Spielbericht

30-minütige Lehrstunde reicht Scheyern zum Sieg

FC-Coach Martin Distl musste am Volksfestsonntag auf Torjäger Torsten Holm verzichten, der zeitgleich den SV Manching coachte, dafür waren Lang, Memisevic, Schmid und Gmeiner wieder verfügbar. Seine Elf fand jedoch überhaupt nicht in die Partie, wirkte immer einen Schritt langsamer als die Gäste und hatte besonders in der Mittelfeldzentrale überhaupt keinen Zugriff auf den Ball, der erste Zweikampf wurde hier in der 35. Minute gewonnen. Die Scheyerer schalteten gewohnt überfallartig um, spielten ihre Pässe mit absoluter Präzision und da sie wie beschrieben durchs Mittelfeld spazieren konnten, war es nur eine Frage der Zeit, bis Tore fielen. In der 10. Minute konnte FC-Keeper Alex Fink einen Freistoß noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Zwei MInuten später war er aber dann machtlos. Wieder stürmte Scheyern durchs Mittelfeld, ein blitzgescheiter Pass hebelte die Defensive aus und Boser erzielte freistehend das 0:1. Zehn Minuten später war es ähnlich, die Gastgeber verloren den Ball viel zu leicht in der eigenen Hälfte, ein Pass, diesmal war Abel frei und Fink erneut machtlos – 0:2. Die ersten dreißig Minuten verkamen somit fast zur Lehrstunde, doch es ist den Mannen von Martin Distl hoch anzurechnen, dass sie sich danach zurückbissen und das Match bis zur Pause ausgeglichener gestalten konnten. Besonders ärgerlich: Man hatte sogar noch zwei Szenen ähnlich den Gegentoren, doch hier fehlte der präzise Pass und die Chance verpuffte.

Nach dem Seitenwechsel brachte der Coach mit Kapitän Gmeiner, mit Memisevic und dem erst 17-jährigen Lukas Haslbeck neue Impulse ins Spiel und tatsächlich agierten die Gastgeber jetzt wesentlich zielstrebiger und druckvoller. In der 58. Minute bot sich dann sogar eine dreifache Schusschance im Strafraum, doch erst stand der Torwart im Weg, dann der Pfosten und am Ende rettete erneut der Torwart zur Ecke. Leider hielt diese Torgefahr nicht an, man blieb zwar feldüberlegen und rannte besonders über die beiden Lukasse Haslbeck und Kellermann beständig an, Chancen kamen aber nicht dabei heraus, nur einige geblockte Schüsse. Scheyern setzte in der zweiten Halbzeit nur noch auf Konter und hatte auch drei gute Gelegenheiten, die aber vergeben wurden.

Die Moral, nach der deprimierenden halben Stunde zu Beginn ins Spiel zurück zu kommen, ist der Distl-Elf hoch anzurechnen, aber das ist nicht neu. Wenn man es aber dem Gegner so einfach mit dem Toreschießen macht und vor allem nicht endlich selbst beginnt, Tore zu erzielen und zu punkten, wird es eine sehr betrübliche Saison für den FC Geisenfeld werden. Man wird in jedem Spiel über 90 Minuten ans Limit gehen müssen, wenn man unten rauskommen will.
Noch ein persönliches Wort: Nachdem ich den Schiedsrichter Stangenberg letzte Saison entgegen meiner Art hart kritisiert hatte, möchte ich diesmal auch anmerken, dass er die faire Partie sehr souverän leitete.

Matthias Gabler
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