FC Geisenfeld – FC Gerolfing II

FC Geisenfeld

2:3

FC-Gerolfing

Spielbericht

Unglückliche Auftaktniederlage für Geisenfeld

Die Zuschauer in Geisenfeld sahen zum Auftakt der Kreisliga 1 ein Phasenweise packendes Spiel, in dem beide Teams starke und schwache Phasen hatten. Gerolfing war etwas spielstärker, Geisenfeld warf seine Kampfkraft dagegen, Torchancen hatten beide T ams zur Genüge und somit gab am Ende das Glück den Ausschlag für Gerolfing. Das Glück beim Abschluss, aber auch das Glück, dass die beiden großen strittigen Szenen des Spiels vom Schiedsrichtergespann zu Gunsten der Gäste beurteilt wurden.

Die Anfangsviertelstunde gehörte Gerolfing, das extrem presste und die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen ließ und gleich nach drei Minuten mit einem weiten Lupfer den Pfosten traf.Vier Minuten später hatten die Gäste eine weitere Chance, doch der erst 18-jährige Torwart Alex Fink hielt. Nach und nach befreite sich Geisenfeld, das mit der Abwehrkette sehr weit aufrückte und die Gäste gefühlte zehn mal in der ersten Halbzeit ins Abseits laufen ließ. Ab der 35. Minute nahm die Partie Tempo auf und Gmeiner und Kellermann hätten GEisenfeld in Führung bringen können, ebenso wie Mike Luja, der nach einer Hereingabe von Sasa Memisevic den Ball über das Tor bugsierte. In der 45. Minute traf dann Memisevic sogar ins Tor, doch nach der Balleroberung von Luja war das Leder wohl schon im Toraus.Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich das Geschehen, Gerolfing drückte erneut und Geisenfeld hatte große Mühe, ein Gegentor zu verhindern. Und erneut trafen die Gäste kurz nach Anpfiff den Pfosten, diesmal frei vor dem Tor. In der 52. Minute schien die Gefahr schon gebannt, aber Geisenfeld verlor den Ball im Aufbau und nachdem Fink zunächst noch klären konnte, war der Nachschuss von Redl zum 0:1 drin. Die Gastgeber reagierten keineswegs geschockt, sondern griffen an und hatten vier Minuten später Erfolg. Bei einem schnellen Angriff flankte Memisevic an den langen Pfosten, dort war der eingewechselte Torsten Holm zur Stelle und verwandelte eiskalt zum 1:1. Drei Minuten später stand dann der Schiedsrichter im Mittelpunkt: Nach einem langen Freistoß von Gerolfing kam Torwart Fink aus dem Kasten, wurde außerhalb des Fünfers unterlaufen, verlor dadurch den Ball und Abele wuchtete ihn zum 1:2 ins Netz. “Außerhalb des Fünfers” sagte Gerolfing, “unterlaufen ist Foul, egal wo!” reklamierten die Gastgeber, doch das Tor zählte. Drei Minuten später ging Daniel Gmeiner über links auf und davon, wurde zweimal gefoult, blieb aber auf den Beinen und wurde dann endgültig im Strafraum gelegt. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen. Im direkten Gegenzug zog wieder Abele aus 20 Metern ab, der Ball prallte an den Innenpfosten und zum 1:3 ins Tor. Beide Szenen hätten gut und gerne auch andersrum entschieden werden können und man kann sich den Verlauf dann vorstellen – insofern Glück für die Gäste, Pech für die Gastgeber.

In den letzten zwanzig Minuten drückten die Geisenfelder, hatten durch Holm, der frei vor dem Torwart scheiterte, Gmeiner, Lang und Gadek weitere Chancen und verkürzten in der 87. Minute nach einem Torwartfehler bei einer Ecke erneut durch Holm auf 2:3. Gerolfing konnte die sich bietenden Räume nicht nutzen, weil entweder ein Abwehrbein dazwischen war oder eine Abseitsstellung vorlag. In der Nachspielzeit hatte der Geisenfelder Anhang dann schon den Torschrei auf den Lippen: Flanke von links, Memisevic kam frei vor dem Tor zum Abschluss und verfehlte das lange Eck.

Kurz darauf war Schluss und Gerolfing feierte drei auf Grund der Geschichte des Spiels etwas glückliche Punkte, aber wer im Fußball das eine Tor mehr macht, der gewinnt eben verdient. Beim FC Geisenfeld fällt eine Analyse schwer, einen Vorwurf machen kann man der Mannschaft nicht.

Matthias Gabler
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