FC Geisenfeld – FSV Pfaffenhofen

FC Geisenfeld

3:0

FSV-Pfaffenhofen

Spielbericht

FC Geisenfeld fegt FSV Pfaffenhofen in Unterzahl vom Platz

Im Wissen, dass seinem Team gegen den FSV Pfaffenhofen nur ein Dreier wirklich weiterhelfen würde, setzte Trainer Martin Distl diesmal wieder auf die Viererkette, stellte aber mit Marc Strasser nur einen Sechser davor. Seine Mannschaft versuchte gleich, das Spiel in die Hand zu nehmen, es fehlte aber zunächst etwas an den Ideen, um wirklich gefährlich zu werden. Der FSV Pfaffenhofen versuchte es mit schnellem Umschaltspiel und hatte auch zwei Chancen, doch einmal ging der Ball aus zentraler Position knapp am langen Eck vorbei und einmal rettete FC-Torwart Andreas Klasek. In der 30. Minute schien dann der überragende Mann der letzten Wochen zur tragischen Figur zu werden: Marc Strasser, der schon in der 10. Minute für ein wichtiges taktisches Foul gelb gesehen hatte, zog bei seiner Grätsche an der Seitenauslinie zwar zurück, traf aber seinen Gegenspieler von der Seite und musste mit der gelb-roten Karte in der 30. Minute vom Feld.

Eine Stunde Unterzahl – was in der Hinrunde wohl zu einer sicheren Niederlage geführt hätte, war diesmal ein Signal an das gesamte Team und außerdem zeigte es sich einmal mehr, welch einen guten Trainer der FCG da an der Seitenlinie hat. Martin Distl ordnete die Seinen neu und sie boten dem Tabellenzweiten einen großen Kampf, bei dem der Teamgeist greifbar schien. Ali Erbas, der nun als Ballverteiler ins Mittelfeld rückte, krönte in der 39. Minute seine großartige Leistung, als er auf rechts plötzlich freie Bahn hatte, seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung versetzte und den Ball wuchtig zum 1:0 im langen Eck versenkte. Kurz darauf wäre fast das 2:0 gefallen, als Sebastian Friedrich von der Mittellinie auf FSV-Torwart Gräfe zulief, aber zu überhastet abschloss.

Nach dem Seitenwechsel boten die Gastgeber weiterhin eine taktisch erstklassige Leistung, jeder war für den anderen da und den Gästen fiel nichts ein, sie hatten ab dem Platzverweis keine Torchance mehr. In der 52. Minute kamen Ralf Günnewig und Daniel Gmeiner ins Spiel. Dieser war gerade einmal 30 Sekunden auf dem Platz, als ihn Ali Erbas auf links freispielte, er dynamisch zur Mitte zog, die Lücke sah und den Ball zum 2:0 unter die Latte jagte. In der 71. Minute eroberte Lukas Kellermann den Ball, startete von der Mittellinie zum Solo und zog aus 16 Metern ab. Das Leder klatschte an den Pfosten, prallte an den Rücken von Torwart Gräfe und von dort zum 3:0 hinter die Linie. Kurz darauf zwang Eli Erbas den Torwart mit einem Freistoß zu einer tollen Parade und in der 85. Minute traf Florian Lang ebenfalls per Freistoß den Pfosten.

Der FC Geisenfeld zeigte in Unterzahl seine beste Saisonleistung und fertigte den FSV Pfaffenhofen auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 ab, wobei man neben unglaublicher Laufstärke und Moral endlich auch einmal Glück im Abschluss hatte. Wenn man auch in den restlichen Spielen an die Leistungen anknüpfen kann, dann wird man nicht absteigen, da lege ich mich fest.

Matthias Gabler
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