SV Karlshuld - FC Geisenfeld

SV-Karlshuld

2:2

FC Geisenfeld

Spielbericht

FC Geisenfeld holt verdienten Punkt beim starken SV Karlshuld

Trainer Frank Falkenburger hatte seine Jungs perfekt auf den "Goliath" Karlshuld eingestellt. Die Gäste standen tiefer als sonst und stellten mit enormer Laufstärke die Räume zu. Die Gastgeber taten sich schwer damit, hatten aber trotzdem nach sechs Minuten die erste Torchance, die FC-Torwart Alex Fink zur Ecke klärte. Geisenfeld versteckte sich keinesfalls und waren vor allem im Zentrum, wohin der Coach diesmal den sonstigen Linksverteidiger Markus Seeber beordert hatte, wesentlich giftiger und präsenter. In der 12. Minute flankte Sasa Memisevic gekonnt von rechts und Dennis Maier sauste knapp am Ball vorbei. Es ging nun munter hin und her, denn Karlshuld war mit der hohen Qualität in der Offensive nie ganz auszuschalten und scheiterte in der 13. Minute erneut an Fink, ehe Markus Renoth im Gegenzug eine Bogenlampe knapp drüber setzte. Wieder im Gegenzug blieb Fink nach einem langen Ball im 1 gegen 1 Sieger. Zwei Minuten später zog Sasa Memisevic mit viel Schnitt aus 20 Metern ab, der Schlenzer landete aber auf dem Tor, bevor die Gastgeber erneut an Fink scheiterten. In der 21. Minute eroberte Youngster Julian Haller auf links den Ball, zog zur Mitte und spielte einen perfekten Ball auf den rechten Flügel. Bilal Rihani flankte aus vollem Lauf zur Mitte und Dennis Maier köpfte zum 0:1 ein - ein toll herausgespieltes Tor. Nach der Trinkpause und der verletzungsbedingten Auswechslung des Torjäger (Zerrung) riss bei Geisenfeld etwas der Faden und Karlshuld kam stärker auf, hatte zwei Torchancen und traf schließlich in der 42. Minute zum Ausgleich. Eine Ecke wurde per Kopf geklärt, aber postwendend zurück in den Strafraum geflankt. Geisenfeld war zu langsam rausgerückt, wodurch Patrick Palfy zentral völlig frei, aber nicht im Abseits stand und das Leder in den Winkel jagte.

Nach dem Seitenwechsel gab mit Ballo Issiaka ein weiterer Youngster sein Saisondebut für Geisenfeld. Die Gäste waren bei hochsommerlichen Temperaturen nun wieder voll konzentriert im Spiel. In der 56. Minute eroberte Bahattin Köksal mit grenzwertigem Einsatz den Ball 20 Meter vor dem Tor, wieder startete Rihani über rechts und flankte, wo Kapitän Simon Kirmaier die Situation am schnellsten erfasst hatte, aufgerückt war und zur erneuten Führung einköpfte. Beide Teams schenkten sich weiterhin nichts und Karlshuld traf in der 60. Minute mit einem Gewaltschuss den Pfosten. In der 68. Minute war es aber dann soweit, nach einem präzisen Schnittstellenpass konnte Fink im 1 gegen 1 noch abwehren, doch den Nachschuss setzte Ibraimovic überlegt zum 2:2 ins Eck. In der 74. Minute startete Geisenfeld einen Konter, Rihani spielte Haller auf links frei, dessen Schuss konnte Torwart Eckl noch irgendwie ablenken und der trudelnde Ball wurde noch vor der Linie geklärt. In der 82. Minute wurde es hektisch: Karlshulds Sebastian Stegmeir verlor an der Außenlinie den Ball an den robust einsteigenden Issiaka, reklamierte kurz, verfolgte ihn dann und grätschte ihn von hinten mit beiden Beinen um. Hier war gelb eine äußerst gnädige Entscheidung. In der restlichen Zeit gab es noch manches Foul, einige Ecken und auf jeder Seite noch eine Chance: Erst startete Issiaka zum Solo, ließ vier Gegner stehen, verpasste aber dann das Abspiel auf einen von zwei freien Mitspielern und blieb hängen. In der 90. Minute kam dann Karlshuld nochmal zum Abschluss, der Ball kam aber genau auf den starken Alex Fink, der sicher zupackte.

Der FC Geisenfeld hat zwar immer noch keinen Sieg auf dem Konto, holte aber bei einem sehr starken SV Karlshuld, den man auch für sein gegenüber der Vorsaison wesentlich disziplinierteres Auftreten loben muss, einen verdienten Punkt. Trotz zweimaliger Führung sollte man nicht dem Dreier hinter her trauern, sondern auf die bärenstarke, eigene Teamleistung schauen.

Matthias Gabler
Weitere Informationen