FC Hepberg - FC Geisenfeld

FC-Hepberg

3:1

FC Geisenfeld

Spielbericht

Zu viele Fehler - Geisenfeld unterliegt in Hepberg

Um die individuelle Klasse des FC Hepberg zu kompensieren, braucht der FC Geisenfeld eine fehlerlose Leistung - leider war das am 18. Spieltag ganz und gar nicht der Fall. "Das Fing beim Elfer an und zog sich bis zum 3:1 durch" konstatierte ein etwas angefressener Martin Distl nach der Partie. Er hatte seine Elf auf die unglaubliche Geschwindigkeit der gegnerischen Vorstöße eingestellt und dennoch hatte sie große Probleme damit. Dass Abwehrspieler Patrick Valentin nach sechs Minuten mit einer Zerrung rausmusste, wirkte sich auch nicht eben stabilisierend aus. Distl musste komplett umstellen und brachte Michal Gadek ins Spiel. Hepberg hätte das fast genutzt, aber Anikin schoss freistehend am Tor vorbei. Immerhin schaffte man es danach, die Gastgeber vom Tor weg zu halten, obwohl sie permanent an- und die Gäste sehr viel hinterher liefen und es manch turbulente Szene vor dem Tor gab. Allerdings hatte Geisenfeld durchaus eigene Chancen. Zunächst zielte Bilal Rihani per Kopf drüber, dann schoss Michal Gadek eine Flanke von Sasa Memisevic artistisch am Tor vorbei. In der 27. Minute zog Rihani aus spitzem Winkel ab, der Keeper konnte nur abklatschen und Sebastian Friedrich traf per Kopf die Latte. Eine Minute später hatte Hepberg etwas Glück, dass Waldemar Stengler für eine Grätsche von hinten ohne Chance auf den Ball nur die gelbe Karte sah. In der 31. Minute drang Martin Stanek über links in den Strafraum ein, Bahattin Köksal packte eine völlig unnötige Grätsche aus, statt Stanek nur zu stellen und es gab Elfmeter für Hepberg. Zwar wehrte Torwart Alex Fink auch den dritten Strafstoß in dieser Saison ab, doch der Nachschuss prallte gegen den Innenpfosten und trudelte über die Linie - 1:0. In der 36. Minute erhöhten die Gastgeber mit einem Traumtor auf 2:0. Lushi nahm eine lange Flanke per Fallrückzieher direkt und der Ball senkte sich, noch berührt vom chancenlosen Fink genau in den Winkel. Zwei Minuten später zog Gmeiner über rechts das Tempo an, bediente in der Mitte Friedrich und der rutschte Weg, als er in die Gasse zu Memisevic spielen wollte - Chance dahin.

Nach dem Seitenwechsel ging es so weiter. Geisenfeld stemmte sich gegen die Niederlage, traf aber offensiv zu viele schlechte Entscheidungen, so dass es trotz guter Angriffe nicht wirklich gefährlich wurde. Defensiv hatte man weiterhin große Probleme mit der Klasse der Hepberger, verhinderte aber mit großem Kampfgeist weitere Torchancen. In der 58. Minute schaltete sich Abwehrchef Simon Kirmaier in den Aufbau ein, sein langer Ball erreichte Memisevic im Strafraum und der hämmerte das Leder per Dropkick zum 2:1 in den Winkel. Neun Minuten später konnte sich Stengler, der kurz zuvor vom Schiedsrichter energisch aufgefordert worden war, das Meckern zu unterlassen, einen weiteren Kommentar nicht verkneifen und ging mit gelb-rot vom Platz. Doch trotz Überzahl und viel Engagement kam Geisenfeld nicht mehr zu Torchancen. Auch deshalb, weil man zweimal in guter Position den Torschuss verweigerte. Auf der Gegenseite verhinderte Fink in der 88. Minute die Entscheidung und parierte einen Flachschuss. Zwei Minuten später verlor Geisenfeld leichtfertig den Ball, war beim folgenden Einwurf nicht aufmerksam und Lushi machte frei vor Fink alles klar.

Auch wenn man an beiden Enden des Feldes zuviele Fehler machte, kann man die Erkenntnis mitnehmen, dass man gegen das hochkarätig besetzte Hepberger Team richtig gut mitgehalten hat und dass man inzwischen selbst ein anderes Kaliber darstellt als in der letzten Saison und in der Hinrunde. Im kommenden Heimspiel gegen Etting gilt es nun wieder, Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

Matthias Gabler
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