FC Geisenfeld - TSV Gaimersheim

FC Geisenfeld

2:2

TSV-Gaimersheim

Spielbericht

Gute Moral, schlechte Chancenverwertung - 2:2 im Abstiegskampfkrimi

Die Zuschauer in Geisenfeld sahen einen wahren Krimi. Beide Teams gaben gleich Vollgas, wobei die Gäste in der Anfangsphase stärker und klarer im Aufbau waren. Bei Geisenfeld fehlte trotz großem Eifer das Gefühl als Zuschauer, dass das Team im Spiel "drin" war. Gaimersheim hatte nach 12 Minuten eine Kopfballchance nach einem Freistoß und erzielte in der 13. Minute auch ein Tor, das zurecht wegen Abseits keine Anerkennung fand. Vier Minuten später prüfte Bilal Rihani den Gästekeeper per Freistoß und es gab Eckball. In der 19. Minute verlor Geisenfeld im Aufbau den Ball, Gaimersheims Spielertrainer Bauer wurde steil geschickt, der Klärungsversuch prallte genau in den Lauf von Lukas Kellermann und von ihm zum 0:1 ins Tor. Fast im Gegenzug antwortete Geisenfeld. Rihani schlug einen Freistoß an die Strafraumgrenze, Daniel Gmeiner verlängerte und Thomas Amort vollendete zum 1:1. Wieder nur zwei Minuten später startete Gmeiner einen Konter über links, fand per Diagonallball Rihani, der legte in die Mitte ab und Sasa Memisevic lupfte den Ball freistehend dem Torwart in die Arme. Danach drosselte sich das hohe Tempo etwas. In der 45. Minute behauptete Memisevic den Ball vor dem Strafraum, legte ihn gekonnt in die Gasse zu Luja, doch der schoss über den Querbalken.

Nach der Pause dauerte es acht Minuten bis zum ersten Aufreger, als Gaimersheim einen Schuss im Strafraum per Hand abwehrte. Es hätte Elfmeter für die Gastgeber geben müssen, für den Unparteiischen war die Szene im Getümmel aber nicht zu sehen. Dafür wurde er in der 61. Minute von seinem Assistenten im Stich gelassen, der nach regulärem Körpereinsatz von Simon Kirmaier Foul anzeigte. Den Freistoß köpfte Gaimersheim wuchtig zum 1:2 ein - die erste und einzige Torchance der Gäste in Durchgang zwei. Die Gastgeber drängten nun auf das 2:2, waren aber zu hektisch. In der 72. Minute hatten sie trotzdem die große Chance: Nach erneutem Handspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Handelfmeter und gelb-rote Karte für den Übeltäter. Sasa Memisevic trat an, doch der Torwart wehrte den keineswegs schlecht geschossenen Strafstoß hervorragend ab. Fünf Minuten später machte Geisenfelds Routinier sein Missgeschick wieder wett. Der jetzt wie aufgedreht spielende Rihani startete zum Solo, bediente Gmeiner und dessen Flachpass verwertete Memisevic zum 2:2. In der Schlussphase wollte Geisenfeld unbedingt den Sieg und rannte an, doch Gaimersheim verteidigte mit vollem Einsatz und brachte das 2:2 über die Zeit, wobei beide Teams sogar noch einen Handelfmeter hätten bekommen können.
Angesichts der Chancen ist das 2:2 für Geisenfeld zu wenig, angesichts des Spielverlaufs muss man mit dem 2:2 zufrieden sein, das sich Gaimersheim auch irgendwie verdient hat. Angesichts von Leistung und Moral muss der Distl-Elf aber vor dem Endspurt nicht bange sein.

Bereits am Samstag trifft man in Baar auf den praktisch feststehenden Meister mit dem zukünftigen FCG-Trainer Frank Falkenburger.

Matthias Gabler
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